Glossar
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akut |
Plötzlich einsetzend und rasch verlaufend (im Gegensatz zu chronisch) |
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Analgetikum |
Schmerzmittel |
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Anamnese |
Krankengeschichte |
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Ankylosierende Spondylitis |
Bestimmte Form einer chronisch entzündlichen Gelenkerkrankung |
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Antigen |
Substanz oder Struktur, die in der Lage ist, eine immunologische Reaktion des Körpers (Antikörper-Bildung) hervorzurufen. Ein Antigen kommt in der Regel von aussen (Bakterien, Viren, Allergene). Ausnahmsweise kann aber auch ein Bestandteil des Körpers selbst wie ein Antigen wirken, wie es bei der Rheumatoiden Arthritis der Fall ist. |
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anti-inflammatorisch |
Entzündungshemmend |
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Antikörper |
Vom Immunsystem gebildeter Eiweissstoff, der speziell gegen eine bestimmte Substanz oder Struktur – ein Antigen – gerichtet ist. Der Antikörper kann „sein“ Antigen an sich binden und dadurch unschädlich machen. |
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antiphlogistisch |
Entzündungshemmend |
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Antirheumatikum |
Arzneimittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen mit unterschiedlichen Wirkungsweisen |
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Arthritis |
Entzündung eines Gelenks |
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Arthropathie |
(Entzündliche oder degenerative) Erkrankung eines Gelenks |
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Arthroskopie |
Gelenkspiegelung; Betrachtung eines Gelenkinnenraums durch eine flexible Optik, das Endoskop, das über einen kleinen Schnitt in die Gelenkhöhle eingeführt wird |
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Basistherapeutikum |
Langwirksames, krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum |
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Biologikum |
Mittels biotechnologischer Verfahren hergestellte Wirkstoffe, „biologische Substanzen“ |
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Blutbild |
Sammelbezeichnung für Laboruntersuchungen, bei denen die Menge der Zellbestandteile des Blutes (Blutzellen, Blutfarbstoff) bestimmt wird |
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Blut(-körperchen-) |
Geschwindigkeit, mit der die Blutzellen (Blutkörperchen) sich auf Grund der Schwerkraft nach unten absetzen, wenn man eine (mit einer gerinnungshemmenden Substanz versetzte) Blutprobe für ein bzw. zwei Stunden stehen lässt. Eine erhöhte BSG kann auf eine akute oder chronische Entzündung im Körper hinweisen. |
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chronisch |
Lang dauernd (Gegensatz zu akut) |
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C-reaktives Protein (CRP) |
Protein, dessen Konzentration im Blutserum bei bestimmten entzündlichen Prozessen innerhalb von wenigen Stunden bis zum 1000-fachen ansteigen kann |
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DMARD |
→ Basistherapeutikum |
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Entzündung |
Reaktion des Körpers auf tatsächliche oder mutmassliche „Feinde“; in der Regel handelt es sich dabei um potenzielle Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren. Der Kontakt mit diesen Erregern leitet eine Reihe von Vorgängen ein, die zur lokalen Überwärmung durch vermehrte Durchblutung, Schwellung durch Austritt von Gewebeflüssigkeit, Schmerz und einer eingeschränkten Funktion des betroffenen Gewebes führt. |
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Entzündungsmediator |
Substanz, die Signale von einer Körperzelle zur anderen weiterleitet und in einer Zelle bestimmte Vorgänge auslösen kann, die Teil des Entzündungsprozesses sind. Die meisten Entzündungsmediatoren gehören zur Gruppe der Zytokine. |
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Entzündungszeichen |
Die Hauptsymptome einer akuten Entzündung sind Überwärmung, Schwellung, Schmerz und Beeinträchtigung der Funktion. Bei einer chronischen Entzündung können die Entzündungszeichen zurückgehen, während die Beeinträchtigung der Funktion bestehen bleibt. |
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Erguss |
Ansammlung von Flüssigkeit, z. B. im Gelenk; meist äusserlich erkennbar als Schwellung, die durch Druck auf benachbarte Nerven auch schmerzhaft sein kann |
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Immunsuppressivum |
Medikament, das Reaktionen des Immunsystems unterdrückt bzw. abschwächt und damit bei immunologischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis wirkt. |
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Immunsystem |
Abwehrsystem; Sammelbezeichnung für sämtliche Vorgänge, Zellen und Substanzen der körpereigenen Abwehr |
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Infusion |
Gabe eines Medikaments oder von Nährstoffen in gelöster Form direkt in ein Blutgefäss |
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intraartikulär |
In das bzw. im Gelenk |
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Kortiko(-stero-)ide (Glukokortikoide) |
Gruppe von Medikamenten, die sich vom Kortison ableiten und vorwiegend entzündungshemmend wirken, darüber hinaus aber noch vielfältige weitere Wirkungen haben |
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Kortison |
Künstlich hergestellter Abkömmling des Cortisols, eines Hormons, das in der Nebenniere produziert wird |
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Leukozyten |
Weisse Blutkörperchen; Leukozyten werden in mehrere Untergruppen unterteilt, z. B. Granulozyten, Lymphozyten, Makrophagen |
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Lymphozyten |
Zellen aus der Gruppe der weissen Blutkörperchen (→ Leukozyten), die eine wichtige Rolle bei der Abwehr spielen |
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Makrophagen |
Zellen aus der Gruppe der weissen Blutzellen (→ Leukozyten), Teil des Immunsystems. Makrophagen können Fremdsubstanzen „verdauen“ und werden daher auch als Fresszellen bezeichnet |
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Monoarthritis |
Entzündung eines (einzigen) Gelenks |
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monoartikulär |
Ein (einziges) Gelenk betreffend |
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monoklonal |
Von einer Zelle abstammend bzw. gebildet |
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Monotherapie |
Behandlung mit nur einem Medikament bzw. Wirkstoff |
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Morbus Bechterew |
Siehe Ankylosierende Spondylitis; Morbus = Krankheit |
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nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR) |
Nicht vom Kortison (Steroid) abgeleiteter Wirkstoff mit schmerz- und entzündungshemmender Wirkung |
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Oligoarthritis |
Entzündung weniger Gelenke |
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oligoartikulär |
Wenige Gelenke betreffend |
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oral |
Am, im, durch den Mund |
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Pannus |
Synovial-Zellmasse, die in Knorpel und Knochen eindringt und diese zerstört; charakteristisches Merkmal für die Rheumatoide Arthritis |
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parenteral |
Unter Umgehung des Verdauungstraktes |
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Pathogenese |
Entstehung und Entwicklung von Krankheiten |
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Placebo |
Scheinmedikament |
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polyartikulär |
Viele Gelenke betreffend |
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Polyarthritis |
Entzündung mehrerer bzw. vieler Gelenke |
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progredient |
Fortschreitend, progressiv |
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Progression |
Fortschreiten (einer Erkrankung bzw. einer Veränderung) |
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pro-inflammatorisch |
Entzündungsfördernd |
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Protein |
Eiweissstoff |
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Rehabilitation |
Wiederherstellung, Wiedereingliederung oder auch Vorbeugung zur Beseitigung von gesundheitlichen Störungen |
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Remission |
Dauerhaftes oder vorübergehendes Verschwinden von Krankheitserscheinungen; beschwerdefreier Zustand |
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Rezeptor |
Struktur einer Zelle, meistens der Zelloberfläche, die von Botenstoffen übermittelte Signale aufnehmen und zum Zellkern weiterleiten kann. Rezeptoren sind auf einzelne Botenstoffe spezialisiert und befähigen die jeweilige Zelle, gerade auf diesen Botenstoff zu reagieren. |
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Rheumafaktor (RF) |
Antikörper gegen körpereigene Proteine; er ist bei einigen chronischen rheumatischen Erkrankungen, vor allem bei der Rheumatoiden Arthritis im Blutserum nachweisbar („positiv“), selten auch bei Gesunden |
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Rheumatoide Arthritis (RA) |
Chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke; umgangssprachlich auch Rheuma genannt; ältere Bezeichnung: chronische Polyarthritis |
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Steroid |
Siehe Kortikosteroide |
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subkutan (s.c.) |
Unter die Haut |
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Synovia = Synovialflüssigkeit |
Zähflüssige, in den Gelenkhöhlen (= Synovialhöhlen) enthaltene Flüssigkeit, die zur Verminderung der Reibung zwischen den Knochenflächen beiträgt |
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Synovialgelenk |
Gelenk, bei dem die beteiligten Knochenflächen mit einer Schicht aus Gelenkknorpel bedeckt sind, und das eine mit Synovialflüssigkeit gefüllte und mit einer Synovialmembran ausgekleidete sowie durch eine Bindegewebskapsel und Bänder verstärkte Gelenkhöhle besitzt |
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Synovialmembran |
Aus Bindegewebe bestehende Innenhaut der Gelenkkapsel, die die Gelenkhöhle auskleidet und Synovialflüssigkeit produziert |
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Synovitis (= Synovialitis) |
Entzündung der Synovialmembran; wichtigstes Akutsymptom bei der Rheumatoiden Arthritis |
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systemisch |
Ein ganzes Organsystem oder (im weiteren Sinne) auch mehrere Organsysteme, d.h. den gesamten Organismus betreffend |
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TNF-α-Hemmer/-Blocker |
TNF-α-Antikörper oder löslicher TNF-α-Rezeptor, der gegen den Botenstoff TNFα gerichtet ist und diesen unschädlich macht |
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TNF-α-Inhibitor |
Siehe TNF-α-Hemmer /-Blocker |
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Tumornekrosefaktor alpha/TNF-α |
Botenstoff (Zytokin) des Immunsystems, der u.a. eine zentrale Rolle bei Entzündungsprozessen (wie auch bei der Rheumatoiden Arthritis) spielt |
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Zytokine |
Verschiedene körpereigene Botenstoffe (z.B. TNF-α), die Signale zwischen Zellen des Immunsystems und anderen Zellen übermitteln und damit eine wichtige Rolle bei Immunreaktionen spielen. |
