Glossar
|
Antigen |
Substanz oder Struktur, die in der Lage ist, eine immunologische Reaktion des Körpers (Antikörperbildung) hervorzurufen. Ein Antigen kommt in der Regel von aussen (Bakterien, Viren, Allergene). Ausnahmsweise kann aber auch ein Bestandteil des Körpers selbst wie ein Antigen wirken, wie es auch bei der Psoriasis zuzutreffen scheint. |
|
Antikörper |
Vom Immunsystem gebildeter Eiweissstoff, der speziell gegen eine bestimmte Substanz oder Struktur – ein Antigen – gerichtet ist. Der Antikörper kann „sein“ Antigen an sich binden und dadurch unschädlich machen. |
|
Antipsoriatikum |
Mittel zur Behandlung der Psoriasis |
|
Arthritis |
Entzündung eines Gelenks |
|
Arthropathie |
Gelenkerkrankung |
|
Dermatitis |
Entzündliche Hauterkrankung |
|
Dermatologie |
Fachgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen der Haut, der Hautanhangsgebilde und der Schleimhäute beschäftigt |
|
Dermatologe |
Facharzt für Hauterkrankungen |
|
Dermatose |
Allgemeine Bezeichnung für Hauterkrankungen |
|
Entzündung |
Reaktion des Körpers auf tatsächliche oder mutmassliche „Feinde“; in der Regel handelt es sich dabei um potenzielle Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren. Der Kontakt mit diesen Erregern leitet eine Reihe von Vorgängen ein, die zur lokalen Überwärmung durch vermehrte Durchblutung, Schwellung durch Austritt von Gewebeflüssigkeit, Schmerz und einer eingeschränkten Funktion des betroffenen Gewebes führt. |
|
Entzündungsmediator |
Substanz, die Signale von einer Körperzelle zur anderen weiterleitet und in einer Zelle bestimmte Vorgänge auslösen kann, die Teil des Entzündungsprozesses sind. Die meisten Entzündungsmediatoren gehören zur Gruppe der Zytokine. |
|
Epidermis |
Oberhaut, oberste Hautschicht |
|
Erythem |
(Entzündliche) Rötung der Haut |
|
Erythrodermie |
Die ganze Haut betreffende Rötung |
|
Exanthem |
Hautausschlag |
|
Histologie |
Lehre von den Geweben des Körpers; im medizinischen Sprachgebrauch feingewebliche (mikroskopische) Untersuchung einer Gewebeprobe |
|
Hyperkeratose |
Verdickung der Hornschicht der Haut |
|
Immunologie |
Lehre vom Aufbau und der Funktion des Immunsystems |
|
Immunsuppressivum |
Medikament, das den Prozess der köpereigenen Abwehr unterdrückt und eine Immunsuppression bewirkt |
|
Immunsystem |
Sammelbezeichnung für sämtliche Vorgänge, Zellen und Substanzen der körpereigenen Abwehr |
|
Infusion |
Verabreichung eines Medikaments oder von Nährstoffen in gelöster Form direkt in ein Blutgefäss |
|
Infusionsreaktion |
Reaktion auf ein Arzneimittel, die in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Infusion auftritt. Infusionsreaktionen treten vor allem bei oder nach Anwendung von eiweissartigen Mitteln auf. Leichte Symptome (Schwächegefühl, Blutdruckabfall, Schwindel) verschwinden nach kurzer Zeit von selbst, schwerere Symptome (Atemnot, Kreislaufschwäche) sind selten und müssen behandelt werden. |
|
Kapillitium |
Behaarter Kopf |
|
Keratinozyt |
Hornsubstanz bildende Zelle |
|
Korium |
Lederhaut |
|
Kortiko(stero)ide |
Gruppe von Medikamenten, die sich vom Kortison ableiten und die u.a. bei chronischen Entzündungen wie der Psoriasis angewendet werden |
|
Leukozyten |
Weisse Blutkörperchen; die Leukozyten werden in mehrere Untergruppen unterteilt, z.B. Granulozyten, Lymphozyten, Makrophagen |
|
Lokal |
Örtlich, auf bestimmte Körperstellen bezogen |
|
Lokalisation |
Lage (im Bereich des Körpers) |
|
Lymphozyten |
Zellen aus der Gruppe der weissen Blutkörperchen (Leukozyten); Teil des Immunsystems |
|
Makrophagen |
Zellen aus der Gruppe der weissen Blutkörperchen (Leukozyten), Teil des Immunsystems. Makrophagen sind in der Lage, Fremdsubstanzen zu „verdauen“, sie gehören zu den so genannten Fresszellen des Immunsystems |
|
Oral |
Aufnahmeweg von Stoffen durch den Mund |
|
Palma |
Handinnenfläche |
|
Phototherapie |
Behandlung durch natürliche oder künstliche Lichtstrahlen |
|
Planta |
Fusssohle |
|
Plaque |
In der Dermatologie: flach erhobene, plattenartige Hautveränderungen auf der Haut; typisch für die Psoriasis |
|
Polyarthritis |
Entzündung mehrerer bzw. vieler Gelenke |
|
Prädilektionsstelle |
Bevorzugte Stelle, Lokalisation |
|
Protein |
Eiweissstoff |
|
Pruritus |
Juckreiz |
|
Psoriatische Arthritis |
Chronisch entzündliche Gelenkerkrankung, die mit einer Psoriasis (Schuppenflechte) der Haut und/oder der Nägel verknüpft ist |
|
Psoriasis vulgaris |
Häufigste Form der Psoriasis (Schuppenflechte) |
|
Pustel |
Mit Eiter gefülltes Bläschen |
|
PUVA |
UVA-Bestrahlung mit Zusatz von Psoralen zur Steigerung der Lichtempfindlichkeit |
|
Rehabilitation |
Wiederherstellung, Wiedereingliederung oder auch Vorbeugung zur Beseitigung von gesundheitlichen Störungen |
|
Rezeptor |
Struktur einer Zelle, meistens der Zelloberfläche, die von Botenstoffen übermittelte Signale aufnehmen und zum Zellkern weiterleiten kann. Rezeptoren sind auf einzelne Botenstoffe spezialisiert und befähigen die jeweilige Zelle, gerade auf diesen Botenstoff zu reagieren |
|
Rezidiv |
Rückfall |
|
Rheumatoide Arthritis |
Umgangssprachlich auch Rheuma genannt. Synonym: chronische Polyarthritis. Chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke. Betroffen ist die Innenhaut der Gelenkkapsel |
|
Rheumatologie |
Medizinisches Fachgebiet, welches sich mit der Entstehung, Behandlung und Verhütung rheumatischer Erkrankungen befasst |
|
Squama |
Schuppe |
|
Squamös |
Schuppend |
|
Systemisch |
Den ganzen Körper betreffend |
|
TNF-α |
Tumornekrosefaktor alpha; Botenstoff, der eine zentrale Rolle bei Entzündungsprozessen, wie z.B. bei der Psoriasis oder Psoriatischen Arthritis spielt |
|
Topisch |
äusserlich, örtlich |
|
Tüpfelnägel |
Für Psoriasis typische Nagelveränderungen mit kleinen (bis etwa stecknadelkopfgrossen) grübchenförmigen Einsenkungen in der Nagelplatte, die durch eine Störung des Nagelwachstums entstehen |
|
Zytokine |
Botenstoffe; Stoffe, die Signale von einer Zelle zur anderen weitergeben und damit dafür sorgen, dass alle benötigten Organe und Zellen bei bestimmten Vorgängen (z.B. der köpereigenen Abwehr) ihren Beitrag leisten können |
|
Zytostatikum |
Mittel zur Hemmung des Zellwachstums, das vorwiegend in der Tumortherapie eingesetzt wird. Einige Zytostatika werden darüber hinaus auch bei anderen, vor allem chronisch entzündlichen Erkrankungen angewendet, allerdings in einer niedrigeren Dosierung als in der Krebstherapie |