Behandlung der Psoriasis vulgaris

Leichtere Formen der Psoriasis werden gewöhnlich äusserlich (topisch) im Bereich der betroffenen Hautstellen mit Salben, Cremes und anderen Präparaten behandelt. Je nach Ausdehnung und Schweregrad ist bei schwereren Formen gegebenenfalls eine zusätzliche Behandlung durch Bestrahlung (Photo-/Lichttherapie) und/oder mit innerlich anwendbaren Medikamenten erforderlich (systemische Therapie).

Äusserliche (topische) Behandlung

Lichttherapie

Die Licht- oder Phototherapie ist eine wichtige Säule in der Behandlung der Schuppenflechte. Im Wesentlichen werden UVA- und UVB-Strahlen eingesetzt. Ein weiteres Verfahren ist die so genannte Photochemotherapie (PUVA = Psoralen + UVA, bei der die UVA-Bestrahlung mit der Anwendung eines chemischen Wirkstoffes kombiniert wird, der die Empfindlichkeit gegenüber den Strahlen erhöht). Langfristig muss allerdings das Hautkrebsrisiko durch UV-Bestrahlung berücksichtigt werden.

Systemische Therapie

Biologics

Biologics sind Eiweissstoffe, die mittels gentechnischer Verfahren hergestellt werden. Sie können sehr gezielt in Vorgänge des Immunsystems eingreifen. Erst genauere Erkenntnisse über die Entstehung der Psoriasis und die Bedeutung von Botenstoffen des Immunsystems haben zur Entwicklung dieser gezielten Behandlung der Psoriasis geführt. Ein Botenstoff des Immunsystems, der eine besonders wichtige Rolle bei der Entstehung von Plaque-Psoriasis und Psoriatischer Arthritis spielt, ist TNF-α. Gelingt es mit einem Wirkstoff, diesen Botenstoff direkt „anzugreifen“ und auszuschalten, lassen sich die Entzündungsprozesse stoppen, die zur Entstehung der psoriatischen Hautveränderungen führen. Weiter gibt es Wirkstoffe, welche jene Zellen beeinflussen, die bei Entzündungsreaktionen aktiviert werden.


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