Glossar

Abszess

Eitergefüllte Hohlräume, meist im Analbereich

Akute Entzündung

Akute Reaktion der körpereigenen Abwehr, meist auf einen Krankheitserreger. Zeichen einer akuten Entzündung sind u.a. Fieber, starke Durchfälle und starke Bauchschmerzen.

Antigen

Substanz oder Struktur, die in der Lage ist, eine immunologische Reaktion des Körpers (Antikörperbildung) hervorzurufen. Ein Antigen kommt in der Regel von aussen (Bakterien, Viren, Allergene). Ausnahmsweise kann aber auch ein Bestandteil des Körpers selbst wie ein Antigen wirken.

Antikörper

Vom Immunsystem gebildeter Eiweissstoff, der speziell gegen eine bestimmte Substanz oder Struktur – ein Antigen – gerichtet ist. Der Antikörper kann „sein“ Antigen an sich binden und dadurch unschädlich machen.

Blutsenkungs-
Geschwindigkeit
(BSG)

Geschwindigkeit, mit der die Blutzellen (Blutkörperchen) sich aufgrund der Schwerkraft nach unten absetzen, wenn man eine (mit einer gerinnungshemmenden Substanz versetzte) Blutprobe für ein bzw. zwei Stunden stehen lässt. Eine erhöhte BSG weist auf eine akute oder chronische Entzündung im Körper hin.

B-Zellen

B-Zellen, auch B-Lymphozyten genannt, gehören zur Familie der  weissen Blutkörperchen (Leukozyten). Wenn sie aktiviert werden, beginnen sie spezifische Antikörper zu produzieren.

Chronische Entzündung

Entzündung, die über einen längeren Zeitraum anhält. Bei der chronischen Entzündung werden andere Arten von Abwehrzellen aktiv als bei der akuten Entzündung.

C-reaktives Protein (CRP)

Protein, dessen Konzentration im Blutserum bei bestimmten entzündlichen Prozessen innerhalb von wenigen Stunden bis zum 1000-Fachen ansteigen kann, ist wie die BSG ein verlässlicher Entzündungswert.

CT

CT wird als Abkürzung für Computertomografie verwendet. Bei der Computertomografie entsteht ein sehr detailliertes Bild des Bauchraumes, das Informationen über Ort der Entzündung und mögliche Abszesse enthält.

Drainage

Trockenlegung von Fisteln

Entzündung

Reaktion des Körpers auf tatsächliche oder mutmassliche „Feinde“; in der Regel handelt es sich dabei um potenzielle Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren. Der Kontakt mit diesen Erregern leitet eine Reihe von Vorgängen ein, die zu lokaler Überwärmung durch vermehrte Durchblutung, Schwellung durch Austritt von Gewebeflüssigkeit, Schmerz und einer eingeschränkten Funktion des betroffenen Gewebes führen.

Entzündungsmediator

Substanz, die Signale von einer Körperzelle zur anderen weiterleitet und in einer Zelle bestimmte Vorgänge auslösen kann, die Teil des Entzündungsprozesses sind. Die meisten Entzündungsmediatoren gehören zur Gruppe der Zytokine.

Entzündungszeichen

Die Hauptsymptome einer akuten Entzündung sind die lokale Überwärmung, die Schwellung, der Schmerz und die Beeinträchtigung der Funktion. Bei einer chronischen Entzündung können die Entzündungszeichen zurückgehen, während die Beeinträchtigung der Funktion bestehen bleibt.

Extraintestinale Manifestationen

Chronisch entzündliche Krankheiten ausserhalb des Magen-Darm-Trakts

Fibrose

Krankhafte Vermehrung von Bindegewebe

Fistel

Entzündung, die sich in Form eines Ganges ins Gewebe frisst. Fisteln können zwischen zwei Darmschlingen oder zwischen Darm und benachbarten Organen entstehen.

Immunkompetente Zellen

Körperzellen, die bei der Abwehr von körperfremden Substanzen oder Zellen eine oder mehrere Aufgaben erfüllen

Immunsuppressivum

Medikament, das Prozesse der Abwehrreaktion des Immunsystems unterdrückt. Es wird zur Behandlung von überschiessenden Immunreaktionen, z.B. der rheumatoiden Arthritis oder psoriatischen Arthritis eingesetzt.

Immunsystem

Sammelbezeichnung für sämtliche Vorgänge, Zellen und Substanzen der körpereigenen Abwehr.

Infusion

Gabe eines Medikamentes oder von Nährstoffen in gelöster Form direkt in ein Blutgefäss. Da bei einer Infusion grössere Volumina eingesetzt werden als z.B. bei einer Injektion, erfordert sie etwas Zeit.

Kolektomie

Operative Entfernung des Dickdarmes

Kortikoide

Gruppe von Medikamenten, die sich vom Kortison ableiten und die bei chronischen Entzündungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa angewendet werden

Leukozyten

Weisse Blutkörperchen; die Leukozyten werden in mehrere Untergruppen unterteilt, z.B. Granulozyten, Lymphozyten, Makrophagen.

Lymphozyten

Zellen aus der Gruppe der weissen Blutkörperchen (Leukozyten), Teil des Immunsystems.

Makrophagen

Zellen aus der Gruppe der weissen Blutkörperchen (Leukozyten), Teil des Immunsystems. Makrophagen sind in der Lage, Fremdsubstanzen zu „verdauen“, sie gehören zu den so genannten Fresszellen des Immunsystems.

MRT

MRT steht als Abkürzung für Magnetresonanztomografie; MRT ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Innern des Körpers.

Protein

Eiweissstoff

Resektion

Operative Entfernung von Darmabschnitten oder des gesamten Dickdarms

Rezeptor

Struktur einer Zelle, meistens der Zelloberfläche, die von Botenstoffen übermittelte Signale aufnehmen und zum Zellkern weiterleiten kann. Rezeptoren sind auf einzelne Botenstoffe spezialisiert und befähigen die jeweilige Zelle, gerade auf diesen Botenstoff zu reagieren.

Stenose

Verengung des Darms, als Folge einer akuten oder chronischen Entzündung der Darmschleimhaut.

Striktur

Nach Abklingen der Entzündung kann eine Darmverengung als bestehende Vernarbung der Darmschleimhaut zurückbleiben.

Tenesmus

Kolikartige, krampfartige Unterleibsschmerzen, die nach dem Stuhlgang wieder nachlassen

T-Zellen

T-Zellen, auch T-Lymphozyten genannt, gehören zusammen mit den B-Zellen zur Familie der  weissen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie spielen in der Erkennung von körperfremden Substanzen und der Produktion von Botenstoffen wie TNF-α eine wichtige Rolle.

Zytokine

Botenstoffe; Stoffe, die Signale von einer Zelle zur anderen weitergeben und damit dafür sorgen, dass alle benötigten Organe und Zellen bei bestimmten Vorgängen (z.B. der körpereigenen Abwehr) ihren Beitrag leisten können

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